Moderne Ernährungsformen — Wissenswertes über die LOGI-Kost

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Logi-Kost

Eine tiefgreifende Ernährungsumstellung ist nicht selten mit Frustration, Dauerstress und massiven Einbußen verbunden. Es braucht Tage, manchmal Wochen bis sich unser Organismus auf die neue Kost einstellt und sich diesem rapiden Umschwung in voller Gänze angepasst hat.

Eine neue Ernährungsform, welche sättigt und zugleich Pfunde purzeln lässt, wünschen sich viele. Eine Diät, welche die Stoffwechselsituation verbessert, ohne dass wir gleich dabei hungern müssen. Auf der Suche nach einer derartigen Kost, bei welcher wir uns satt essen können, kommen wir nicht an der sogenannten LOGI-Kost bzw. LOGI-Methode vorbei. LOGI (Low Glycemic and Insulinemic Diet, niedriger Glykämischer Index) unterscheidet sich angenehm von den vielen fettreduzierenden, oft kohenhydratbetonten Ernährungsweisen. Denn mit LOGI soll man Kohlenhydrate meiden und stattdessen mehr Fett essen. Es klingt erstaunlich, aber mit der LOGI-Diät erreichen viele Probanden ohne Sinnkrise und Heißhungergefühl ihr Wunschgewicht. Doch die LOGI-Kost hat noch mehr zu bieten. Die LOGI-Methode hilft bei der Therapie und Prävention von Zivilisationskrankheiten wie Typ-2-Diabetes, Gicht, dem Metabolischen Syndrom und anderen Stoffwechselstörungen.

 

LOGI-Kost — Ein fundiertes, alternatives Ernährungskonzept

Wir kennen es von den sogenannten „Schnellschlankmachern“. Am Ende des Diät-Tages finden wir uns fast ausgehungert und absolut unzufrieden vor dem leeren Kühlschrank wieder und wünschten uns, wir hätten diese nervenaufreibende Diät erst gar nicht begonnen. Bevor wir verzweifeln, sollten wir uns Zeit für ein Konzept nehmen, welches unserem Körper wohltut und nicht auszehrt, sondern zusehends stabilisiert. Das „LOGI“-Konzept stützt sich auf eine zucker- und stärkereduzierte, aber fettreiche Kost, ohne dass es dazu einer Kalorienreduktion bedarf. Warum wir damit trotzdem abnehmen können, liegt an dem hohen Sättigungsgrad der LOGI-Kost. Zudem kommt kein übermäßiges Hungergefühl auf, da die Reduktion von Kohlenhydraten zu geringeren Schwankungen des Insulin- und Blutzuckerspiegels führt. Das heißt, wir bleiben länger satt und essen nicht über den Hunger hinaus, wie es bei starken Blutzuckerschwankungen der Fall wäre.

  

„LOGI ist für alle da“—Die LOGI-Methode im Überblick

Auch wenn die LOGI-Methode bestimmte Erkrankungen lindern oder gar heilen kann, so ist sie genauso zur Prävention und gesunden Lebensführung geeignet. Junge und ältere Menschen profitieren von der kohlenhydratarmen Kost, erhalten ihre Gesundheit und können ihr Gewicht besser kontrollieren. An der LOGI-Methode darf ruhig die gesamte Familie teilhaben, denn bereits Kleinkinder erhalten mit der LOGI-Kost eine nährstoffreiche Basis, welche ein gesundes Wachstum, wohl auch die komplette Entwicklung durchweg begünstigt.

Der Vorteil: LOGI-Rezepte sind äußerst vielseitig, was zu einer unwiderstehlichen Ausprobierfreude gerade bei Kindern und Jugendlichen führt. Lecker, wertvoll und — wenn wir das Konzept erst einmal verinnerlicht haben — auch richtig einfach durchführbar.

 

Des Weiteren bedient die LOGI-Kost auch Hobby-Sportler, die trotz kohlenhydratarmer Kost, aber mit verbesserten medizinischen Werten, ihr Trainingspensum halten oder sogar weiter ausbauen möchten. Sportarten ohne Belastungsspitzen reagieren auf die LOGI-Kost vornehmlich positiv. Hierzu zählen unter Anderem Ausdauersportarten wie zum Beispiel Fitness-Biking oder Langestreckenlauf. Leistungssportler können während längeren Ruhephasen vorübergehend zu der LOGI-Methode überwechseln. Wer allerdings beim Sport hohe Leistungsspitzen erreicht, der braucht dafür eine kohlenhydratreichere Kost und würde mit reiner LOGI-Ernährung Leistungstiefs provozieren.

Mitunter schwierig ist die Umsetzung der LOGI-Diät für Veganern, da LOGI tierische Kost miteinschließt und allein mit pflanzlicher Kost die Ausweichmöglichkeiten recht überschaubar sind. Hier stünden dann reichlich – durchaus gesunde – pflanzliche Öle, Kokosfett und Nussmuse auf dem Speiseplan. Da jeder Körper bzw. jeder Mensch anders auf Ernährungsumstellungen reagiert, sollte man vor Beginn der Diät Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker halten. Dies gilt speziell für Menschen mit Vorerkrankungen beziehungsweise Stoffwechselstörungen. So kann eine flankierende Einnahme von Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralien und Spurenelemente) dem Organismus bei der Umstellung helfen.

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Die vierstufige LOGI-Ernährungs-Pyramide

Starten wir das bewährte LOGI-Programm, sollten wir uns an der sogenannten LOGI-Pyramide orientieren. Das vierstufige Ernährungsschema basiert auf stärke- sowie zuckerarmen, zudem wasser- und balasttoffreichen Lebensmittelgruppen. Ein niedriger Glykämischer Index (GI), sowie ein hohes Gewicht und großes Volumen der Kost sind von großer Bedeutung, da genau diese Werte den späteren Sättigungsgrad beeinflussen bzw. bestimmen.

Die Basis der Pyramide bilden Obst, Gemüse und gesunde Öle. Etwa fünfmal am Tag sollten Gemüse und Obst gegessen werden — davon drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Zu den gesunden Ölen gehören kaltgepresste Omega-3-reiche Öle wie zum Beispiel Leinöl, Hanföl und Walnussöl, aber auch naturreines Olivenöl bereichert unsere LOGI-Kost.

Auf Stufe zwei ruhen die Fett- und Eiweißlieferanten wie etwa Fisch oder mageres Fleisch, gefolgt von Milchprodukten, Eiern, Hülsenfrüchten und Nüssen. In jede unserer LOGI-Mahlzeiten sollte ein kleiner Teil davon wandern.

Die dritte Stufe bilden Vollkornprodukte, Nudeln und brauner Reis. Mit einem mittleren GI bestückt können gerade sie die Glykämische Last erhöhen. Daher sollten wir diese Lebensmittel nur in geringen Mengen zu uns nehmen.

Das Schlusslicht auf Stufe vier bilden Getreideprodukte aus raffiniertem Mehl, Süßwaren und mehlige Kartoffeln. Mini-Portionen schmälern den nachhaltigen Erfolg der LOGI-Methode kaum. Trotzdem ist es besser, diese Kost weitgehend von unserem Speiseplan zu verbannen.

 

Abschließend: Informationen und Vergleiche mit ähnlichen Diätformen  

Wohl existieren noch weitere Diät-, bzw. Ernährungsformen, welche der LOGI-Kost fast zum Verwechseln ähnlich schmecken und zudem eine vergleichbare Wirkung entfalten.

So zum Beispiel die „Montignac-Methode“ und die „Glyx-Diät“. Nahe dran, aber nur ähnlich, da hier nun einmal doch Abweichungen hinsichtlich der GL (Glykämische Last)- und GI (Glykämischer Index)-Gewichtung der Lebensmittel zu verzeichnen sind.

Grundsätzlich darf die LOGI-Diät bei der Low-Carb-Ernährung einsortiert werden. Entgegen der eiweißreichen Atkins-Diät, die bei Kraftsportlern beliebt ist, sind aber insgesamt mehr kohlenhydratreichere Lebensmittel erlaubt. Und während der Schwerpunkt anderer Low-carb Diäten eben häufig auf den Eiweißen liegt, setzt die Logi-Kost ihren Schwerpunkt auf die Fette.

 

Wissens- und erwähnenswert:

Die LOGI-Kost sieht sich als Weiterentwicklung moderner Ernährungsstrategien von David Luwig (Medizinische Fakultät der Havard Universität). Eine einvernehmliche Überarbeitung seiner Ernährungs-Pyramide erfolgte alsbald durch Nicolai Worm.

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