Low Carb — Mit Kohlenhydratminimierung gesundheitsbewusste Erfolge feiern

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Irgendwann kommt der Tag. Wir schauen in den Spiegel, steigen auf die Waage und stellen fest: es muss sich etwas ändern! Zwar wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz, was wir wie ändern wollen, aber das alles entscheidende Warum steht schon einmal fest. Wir fühlen uns nicht mehr wohl in unserer Haut oder möchten bewusst mehr auf unseren Körper hören und ab sofort eine achtsamere Lebensweise an den Tag legen. Ein Entschluss mit viel Potenzial und letztlich beeindruckend positiver Wirkung für Körper und Geist.

Ein Weg, unserem Leben, auch unserer Gesundheit eine neue Richtung zu schenken ist eine konsequente Ernährungsumstellung, welche Hand in Hand mit einem meist besser wahrgenommenen Körpergefühl geht. Im Sammelbecken anerkannter Diäten und fein abgestufter Ernährungskonzepte winkt uns die Low-Carb-Methode einladend zu. Unter Low-Carb verstehen wir verschiedene kohlenhydratarme Diäten und Ernährungsformen, welche prophylaktisch, aber auch als Therapie zur kontinuierlichen Steigerung unseres Wohlbefindens beitragen dürfen. Adäquat dazu ist meist auch das angestrebte Ziel, so zum Beispiel Gewichtsreduzierung oder Behandlung einer bestehenden Stoffwechselstörung. Also kommen während einer Low-Carb-Diät oft mehrere, sich überschneidende oder ergänzende Komponenten zusammen, welche schlussendlich ein erfreulich gesundes Bild ergeben.

 

Low Carb —Wenn Fette und Proteine die wegfallenden Kohlenhydrate ersetzen

Wie bereits besprochen, vereint bzw. folgt das Low-Carb-Ernährungsmodell vielen verschiedenen und prominenten Erfolgskonzepten wie zum Beispiel der Atkins-Diät, der Ketogenen Diät sowie der Medium-chain-Triglyceride (MTC) ketogenen Diät. Die empfohlenen Hauptmahlzeiten setzen sich hauptsächlich aus Milchprodukten, Fleisch, Gemüse und Fisch zusammen. Die Energiezufuhr durch Kohlenhydrate hängt stark von der jeweiligen Form der praktizierten Low-Carb-Diät ab und ist massiven Schwankungen unterworfen (von starker bis minimaler Reduktion). Zu Beginn einer Low-Carb-Diät sollten wir uns mental auf eine langfristige Ernährungsumstellung einstimmen. Das bedeutet, wir blenden alle Lebensmittel ein, die ab nun unseren täglichen Speiseplan bestimmen dürfen und wollen uns zudem mit deren Zusammensetzung auseinandersetzen. Dies ist wichtig, denn für wahr fällt es gerade dem Anfänger schwer, die auf sein gewähltes Low-Carb-Ernährungskonzept passenden Speisen ausfindig zu machen. Stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel wandern bei der Low-Carb-Methode auf den hintersten Rang. Doch, welche Lebensmittel gehen mit den Low-Carb-Diäten konform und auf welche dürfen wir getrost verzichten? Wer gerne fleischhaltige Produkte verzehrt, darf sich während der Diät gerne auf zum Beispiel  Wild, Rind- und Schweinefleisch, Kalb- sowie Lammfleisch und Geflügel konzentrieren.

Bei den Wurstwaren sind Chorizo, magerer Bierschinken, Putenbrust, Mett- und Teewurst, sowie Hähnchenbrust die Favoriten des täglichen Low-Carb-Menüs. Fisch-Liebhaber kommen bei der Low-Carb-Diät besonders auf ihre Kosten, denn Fisch sowie Meeresfrüchte wie etwa Hecht, Dorade, Makrele, Schellfisch, Flusskrebse, Krabben und Langusten tragen zum Erfolg dieses doch vielseitigen Ernährungssystems bei. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, denn nicht wirklich alle Meeresprodukte sind gestattet. Austern, Calamari, bestimmte Muschel-Sorten, Fischstäbchen, Schlemmerfilets und panierten Fisch sollten wir – wenn irgendwie möglich – von unserem Teller verbannen.

Ohne Beilagen ist die Hauptspeise nur halb so gut. Statt Reis, Kartoffeln und Pommes wird unser Gaumen nunmehr von zum Beispiel leckeren Salaten, Tofu und Soja verwöhnt. Und weiter darf auch bei vielen Gemüse- und Obstsorten kräftig zugelangt werden, denn diese sind bekanntermaßen bereits von Natur aus kohlenhydratarm. Weitere Lebensmittel wie etwa Öle, Milchprodukte, Käsesorten, Brotwaren und Getränke verraten den Kohlenhydratwert meist auf ihrer Verpackung, so dass wir die optimalen Zutaten für unser Low-Carb-Gericht zielsicher finden.

 

Wirkung und Finessen der Low-Carb-Diät

Low-Carb wendet sich gezielt gegen eine kohlenhydratreiche Ernährung, weil diese im Verdacht steht, eine reiche Anzahl an diversen Zivilisationskrankheiten begünstigen zu können.

Von der Begrenzung der täglichen Kohlenhydratration bis hin zur Beachtung des Glykämischen Index und der Glykämischen Last.  Die einzelnen Low-Carb-Formen spielen nach speziellen Ernährungsregeln, mit welchen wir uns bei Bedarf dediziert auseinandersetzen müssen. Jedoch stimmen alle Versionen in soweit überein, indem sie gerade drei Mahlzeiten pro Tag vorschreiben. Weder das Weglassen einer Mahlzeit, noch das Hinzufügen eines Pausensnacks erweisen sich als sinnvoll (Nährstoffstau). Ganz im Gegenteil. Die Low-Carb-Diät sollte von Anfang bis Ende eine einheitliche Linie verfolgen, damit der erhoffte gesundheitlich positive Effekt auch zünden kann. Vorteilhafte Zeiten für unsere Nahrungsaufnahme während der Dauer der Low-Carb-Diät wären so zum Beispiel um etwa 08:00 Uhr morgens, etwa 13:00 Uhr mittags und etwa 18:00 Uhr abends (im 5-Stunden-Rhythmus). Die Vertreter der Low-Carb-Diät, wie zum Beispiel die Logi-Diät oder die Strunz-Diät, zielen auf eine Umstellung des Stoffwechsels in Richtung Katabolismus ab. Hierbei werden in der Leber aus Fettreserven über Acetyl-CoA körpereigne Energieträger (Ketone) erarbeitet, welche den Zellen als alternative Energielieferanten dienen.  Folge: Unser Körper fühlt sich schließlich gezwungen, seine eigenen Fettreserven zu verwerten, was folgerichtig mit einer meist nachhaltigen Gewichtsreduktion einhergehen kann.

 

Das Low-Carb-Prinzip — Disziplin und natürliche Neugier

Einer zuckerhaltigen und kohlenhydratreichen Ernährung von heute auf morgen abzuschwören, bedeutet sich seiner Entscheidung vollends sicher sein. Dem kohlenhydratfreien bzw. kohlenhydratreduzierten Ernährungsplan sollten gerade auch sportliche Aktivitäten gegenüberstehen. Höchst hilfreich ist die Erstellung eines Wochen- bzw. eines Monatsplans, welcher unsere Mahlzeiten bzw. Rezepte, zudem unser Training beschreibt und etwaige Fortschritte gut verfolgen lässt. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag) in Form von Tees und Wasser, sowie Abwechslung in der Zubereitung einzelner Low-Carb-Mahlzeiten sind der Schlüssel zu jenem Ernährungsprinzip, welches Dank seiner zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten junge, aber auch ältere Menschen begeistert und ihnen vielleicht sogar die Tür zum gesünderen ICH öffnen kann.

Zusammenfassend sei gesagt, dass Low-Carb als kohlenhydratarme Kost den Stoffwechsel positiv beeinflussen kann. Deshalb ist diese exklusive Kost primär bei Stoffwechselkrankheiten wie etwa Gicht, Diabetes, aber auch bei Bluthochdruck und bei weiteren chronischen Erkrankungen angezeigt. Zudem darf Low-Carb gerne als besondere Ernährungsphilosophie gesehen werden, welche wir auf unserem Selbstfindungsweg achtsam verfolgen dürfen.

 

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