Magnesium kann Frakturrisiko senken

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Das Tote Meer ist reich an Magnesium, was zu seiner heilsamen Wirkung beiträgt.

Dass Kalzium und Vitamin D für den Erhalt der Knochenstruktur unerlässlich sind, gilt als unstrittig. Der Einfluss von Magnesium auf die Stabilität der Knochen wurde bislang aber kontrovers diskutiert. Zwar ist Magnesium lebenswichtig, aber die Erkenntnisse rund um die Knochenstabilität sind relativ neu.


Ausreichende Magnesium-Versorgung grundsätzlich wichtig

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der im Körper an vielen Prozessen beteiligt ist. Er wirkt auf das Herz-Kreislauf-System und beeinflusst die Funktion von Muskeln und Nerven. Außerdem ist er unverzichtbar für die Resistenz gegen Stress und elementar am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt. Da der Mensch nicht in der Lage ist, Magnesium selbst herzustellen, muss er es in ausreichender Menge über die Nahrung aufnehmen. Der tägliche Bedarf ist abhängig vom Alter und der Beanspruchung. Er liegt entsprechend für einen Erwachsenen zwischen 300 und 400 mg täglich.


Magnesiummangel erhöht das Risiko für Frakturen

Das „European Journal of Epidemiology“ veröffentlichte im April 2017 die Ergebnisse einer Langzeitstudie über die Folgen von Magnesiummangel. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass Männer mit einem dauerhaft niedrigen Magnesiumspiegel stärker gefährdet sind, Frakturen zu erleiden. Es zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Beckenfraktur dabei besonders hoch ist.


Magnesium wichtig für die Knochendichte von Kindern

Eine amerikanische Untersuchung brachte zudem folgende Ergebnisse: Während der Studie an 63 gesunden Kindern in einem Alter von vier bis acht Jahren wurde mittels Röntgenaufnahmen die Knochendichte untersucht. In den Tagen zuvor hatten die Eltern die Aufgabe, die Nahrungsaufnahme der Kinder genau zu protokollieren. Die Wissenschaftler analysierten die Nahrung auf ihre Zusammensetzung. Dabei stand die Konzentration von Magnesium und Kalzium im Vordergrund. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Kinder mit hoher Magnesiumaufnahme eine bessere Knochendichte aufwiesen. Eine ausreichende Kalziumaufnahme konnte hier nicht ausgleichen. Die Wissenschaftler folgerten daraus, dass der Körper bei vorliegendem Magnesiummangel auf den eingelagerten Mineralstoff im Knochen zurückgreift. So sichert er die Funktion lebenswichtiger und magnesiumabhängiger Abläufe. In Zukunft sollen weitere Forschungen zum Thema Magnesium und der Vermeidung von Knochenbrüchen durchgeführt werden.

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Welche Knochenschäden können drohen?

Ändert sich die Knochenstruktur, drohen Frakturen. Die Folge können Spontanbrüche sein, wie sie auch bei Osteoporose (Knochenschwund) häufig sind. Bei der Osteoporose handelt es sich um eine Erkrankung, die den gesamten Knochenapparat betrifft. Die Knochenmasse wird abgebaut und verliert ihre Stabilität. Osteoporose wird den Stoffwechselerkrankungen zugerechnet und verläuft in drei Graden. In Deutschland sind etwa sieben Millionen Menschen von der Osteoporose getroffen. Der Anteil der Frauen liegt dabei deutlich über dem der Männer. Als Ursache sind unter anderem hormonelle Einflüsse bekannt. Aber auch ein gestörter Mineralstoffwechsels kann eine Osteoporose auslösen. Im spezielleren Sinne spricht man auch von Osteomalazie (Knochenerweichung), die insbesondere auf Calcium- und Vitamin D-Mangel zurückzuführen ist. An dieser Stelle muss jedoch auch der Magnesiummangel genannt werden. Jede Schwankung des Mineralstoffwechsels hat weitere Folgen. Je länger der Mangel anhält, desto geringer kann der Körper kompensieren. Folgeschäden drohen.


Regelmäßige Magnesium-Aufnahme von großer Bedeutung

Der Darm kann nicht das gesamte mit der Nahrung aufgenommene Magnesium resorbieren. Daher muss die aufgenommene Menge des Magnesiums über dem tatsächlichen Bedarf liegen. Nur ein Drittel des Magnesiums gelangt schließlich in den Stoffwechsel und kann verarbeitet werden. Wer regelmäßig Alkohol konsumiert, scheidet zudem vermehrt Magnesium aus und erhöht damit seinen Bedarf. Die Versorgung mit Magnesium ist darüber hinaus nur ausreichend, wenn die Speicher stets gut gefüllt sind. Außerdem können hohe Dosen von Kalzium die Aufnahme von Magnesium stören.


Magnesium-Versorung über die Nahrung, bei Mängeln auch als Nahrungsergänzung

Besonders reich an Magnesium sind Kakaopulver, Cashewnüsse, Vollkornmehl, Naturreis und Sojaprodukte. Im Vergleich dazu haben die viel gelobten Bananen nur einen mittleren Magnesiumgehalt. Problematisch ist zudem, dass intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen dazu führen, dass Getreide und Gemüse immer weniger Mineralstoffe enthalten. Das gilt auch für Magnesium. Die Folgen zeigen sich auch an Nutztieren, sodass die Gefahr einer Unterversorgung in der Bevölkerung steigt. Die Landwirtschaft versucht, der Entwicklung durch zusätzliche Mehrnährstoffdünger zu begegnen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein wichtiger Schutz gegen eine Unterversorgung mit Magnesium. Liegt trotzdem ein Mangel vor, kann die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittel über eine bestimmte Zeit sinnvoll sein. Die therapeutische Dosis liegt hier zwischen 300 und 1500 mg täglich.


Der schnelle Weg zur Diagnose

Wer unter einer Vielzahl unklarer Symptome leidet und sich zugleich nicht ausgewogen ernährt, sollte mit einer Ernährungsumstellung beginnen. Ausreichend frisches Obst und Gemüse, mäßiger Fleischkonsum und mindestens 1,5 Wasser täglich sind die Grundvoraussetzung für eine Versorgung mit allen Mineralstoffen. Ist der Mangel an Magnesium die Ursache für die Symptome, sollten sich die Anzeichen unter Verzehr magnesiumreicher Nahrungsmittel innerhalb weniger Tage deutlich verbessern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Schwangere, Leistungssportler und ältere Personen einen höheren Bedarf an Magnesium haben. Das kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln erforderlich machen. Wer regelmäßig unter Verdauungsstörungen leidet, kann Nährstoffe aus dem Darm nicht richtig aufnehmen. Das gilt auch für Magnesium. Die Folgen sind auf Dauer auch hier weitreichend. In einem solchen Fall müssen zuerst die Verdauungsstörungen behandelt werden.

 



Quellen

Bartl: Stellenwert von Calcium und Vitamin D. Prävention und Therapie der Osteoporose. Pharm. Unserer Zeit, 3/2009 (38) (Link zur Pdf)

Kemp: Magnesium may be as important to kids’ bone health as calcium. The American Academy of Pediatrics, 2013. (Online-Link)

Kunutsor et al: Low serum magnesium levels are associated with increased risk of fractures: a long-term prospective cohort study. European Journal of Epidemiology. 2017 April, 13. (Link zur Studie)

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