Vitamin D – für Knochen und Immunsystem

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Vitamin-D-Sonne

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Dabei besteht die sogenannte Vitamin D-Gruppe aus den Vitaminen D1 bis D5. Am wichtigsten ist das Vitamin D3, welches in der Regel allgemein als Vitamin D bezeichnet wird. Bekannt ist das Vitamin auch als Cholecalciferol. Es ist an zahlreichen Vorgängen im menschlichen Körper beteiligt, sodass ein Mangel an Vitamin D das Krankheitsrisiko enorm steigern kann. So ist es entscheidend für die Knochengesundheit und ein starkes Immunsystem.


Das Sonnenvitamin

Vitamin D ist lebensnotwendig und wird oft als Sonnenvitamin bezeichnet, da der Körper es mithilfe der UVB-Strahlen selbst in der Haut produzieren kann. Dazu wird der Stoff 7-Dehydrocholesterol durch die Strahlung in Vitamin D3 umgewandelt. Neben dieser Eigenproduktion des Vitamins ist es auch in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Besonders reich an Vitamin D3 sind fette Fische wie Lachs und Hering. In Innereien, ganz besonders in Leber sowie Eiern, Käse und Butter kommt es auch vor. Vitamin D2 hingegen findet sich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Avocados und Pilzen.


Vitamin D für gesunde Knochen und Zähne

Bekannt ist das Sonnenvitamin auch als Knochenstärker. Damit das Knochengewebe genügend Festigkeit bekommt, benötigt es Calcium in einer ausreichenden Menge. Calcium kann jedoch nur in die Knochen gelangen, wenn genügend Vitamin D vorhanden ist. Dieses fungiert sozusagen als Schlüssel und gewährt Vitamin D den Zugang. Ein Mangel, der eine zu geringe Knochendichte verursachen kann, führt häufig zu Knochenbrüchen. Ergänzend reguliert Vitamin D den Calcium-Haushalt und ist an der Entwicklung von Knochenstammzellen beteiligt. Es verbessert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und sorgt für den Calciumeinbau in den Knochen. Zusammen mit Vitamin A, welches unter anderem für den Aufbau einer gesunden Schleimhaut verantwortlich ist, sorgt Vitamin D für einen gesunden Zahnaufbau. Genau wie die Knochen, brauchen auch gesunde Zähne ausreichend Calcium.


Vitamin D stärkt das Immunsystem

Das Sonnenvitamin stärkt das Immunsystem nicht nur, sondern es übernimmt auch eine kontrollierende Funktion. Zum einen stärkt und aktiviert es die Abwehrkräfte, zum anderen sorgt das Vitamin dafür, dass sich das aktive Immunsystem nicht gegen den Körper selbst richtet. Dadurch können akute Krankheiten bekämpft und chronische Krankheiten, sowie Autoimmunerkrankungen, verhindert werden. Vitamin D3 wirkt dabei als Botenstoff, der sich an den Vitamin D-Rezeptoren der einzelnen Immunzellen festsetzt. Vitamin D sorgt dafür, dass körpereigene Abwehrstoffe ausgeschüttet werden, es reguliert die Immunantwort und verhindert, dass chronische Entzündungen entstehen.


Vitamin D stärkt die Muskelkraft

Nicht nur Zähne und Knochen, sondern auch die Muskeln profitieren von Vitamin D. Es stimuliert das Wachstum der Muskelzellen, sodass gerade ältere Personen von dem Sonnenvitamin profitieren. Ein Mangel an Vitamin D kann das Fallrisiko erhöhen, wodurch Stürze vorprogrammiert sind. Eine erhöhte Muskelkraft, besonders die der Beinmuskulatur, sorgt für mehr Gleichgewicht, wodurch Stürze deutlich abnehmen.


Die Wirkung von Vitamin D auf die Haut

Vitamin D wird nicht nur in der Haut gebildet, sondern es spielt auch eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Haut. Das Sonnenvitamin steuert mehrere Prozesse und ist unter anderem wichtig für die Hauterneuerung und die Wundheilung. Vitamin D beugt Hautentzündungen vor, wodurch es auch gleichzeitig einen wichtigen Schutz vor Hautkrankheiten bietet. Es bietet einen Schutz vor sogenannten freien Radikalen und vor Hautkrebs. Da viele Hautkrankheiten durch eine Fehlfunktion des Immunsystems ausgelöst werden, zeigt sich das Vitamin besonders hilfreich bei Psoriasis, Neurodermitis, der Weißfleckenkrankheit und Akne. Mithilfe von Vitamin D kann das natürliche Gleichgewicht wieder hergestellt werden, wodurch sich die Hautrankheiten und deren Symptome abschwächen lassen.


Vitamin D Prophylaxe bei Säuglingen

Rachitis, auch als Knochenerweichung bekannt, gehört zu den bekanntesten Vitamin D-Mangelkrankheiten. Besonders häufig betroffen sind Babys und Kleinkinder, da sich Phosphor und Calcium im kindlichen Skelett nur vermindert einlagern können. Da die Zufuhr des Vitamins über die Muttermilch oft nicht ausreicht, und auch die hauteigene Produktion des Vitamins bei Säuglingen durch den fehlenden Aufenthalt in der Sonne so gut wie nicht gegeben ist, kann sich schnell ein Mangel einstellen.


Therapie und Prävention bei Osteoporose

Zeichen einer Osteoporose sind der merkliche Abbau von Knochensubstanz, wodurch die Knochendichte abnimmt und die Knochen porös werden. Daraus ergibt sich eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche. Eine wichtige Rolle spielt aber nicht nur Vitamin D, sondern auch Calcium, welches mithilfe von Vitamin D in die Knochen eingelagert werden kann und dort für mehr Knochendichte und Stabilität sorgt. Vitamin D kann somit nicht nur den Verlust der Knochensubstanz verlangsamen, sondern wird bei Osteoporose auch zur Sturzprophylaxe eingesetzt.


Vitamin D Produktion

Verschiedene Faktoren können die Produktion von Vitamin D in der Haut beeinträchtigen. Je weniger Zeit im Freien und in der Sonne verbracht wird, desto mehr muss dem Körper das Vitamin über die Nahrung zugeführt werden. Daher ist ein Mangel in den Wintermonaten nicht selten. Bei der UV-B-Strahlung spielen wiederum Breitengrad, Jahreszeit und Uhrzeit eine wichtige Rolle. Hellhäutige Personen können das Vitamin schneller bilden, als Menschen dunkler Hautfarbe. Auch das Auftragen von Sonnencreme kann die Vitaminbildung um bis zu 90 % absenken.


Supplementierung – empfohlener Tagesbedarf versus notwendige Dosierung

Den allgemeinen Empfehlungen gemäß der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nach beträgt der tägliche Bedarf eines Erwachsenen an Vitamin D3 20 µg (800 IE) täglich. Diese Dosierung ist jedoch wiederholt als zu niedrig kritisiert worden. Für eine therapeutische Dosierung wird eine höhere Dosis von 1500 – 2000 IE am Tag verwendet. Bei einer täglichen Dosierung von 2000 – 4000 IE täglich zeigt sich die entzündungshemmende Wirkung unter anderem bei Autoimmunerkrankungen.

Da der Vitamin D Gehalt in der Muttermilch stark von dem der Vitamin D Versorgung der Mutter abhängt, wird für Säuglinge laut DGE allgemein empfohlen, 10 µg (400 IE) zuzuführen – unabhängig davon, ob die Kinder im ersten Lebensjahr gestillt werden oder nicht. Neueren Studien zu Folge ist eine Dosierung von 1.000 IE täglich für Säuglinge und Kleinkinder angebracht. Auch empfiehlt es sich über das erste Lebensjahr (wie allgemein von Kinderärzten empfohlen) hinaus Vitamin D zu geben. Denn neben der Knochenentwicklung hat es eine entscheidende Bedeutung für das Immunsystem und weitere Körperfunktionen.

Eine Überdosierung mit dem Knochenvitamin zeigt sich erst dann, wenn es in hohen Dosen über einen längeren Zeitraum eingenommen wurde. Dazu sind Mengen von 25 – 75 µg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag gemeint. Bei Kindern kann eine längerfristige Zufuhr von über 100 µg (4.000 IE) des Vitamins am Tag für einen erhöhten Calciumspiegel im Blut sorgen. Zu den Symptomen einer Vitamin D Überdosierung zählen Übelkeit, Erbrechen, starker Durst sowie Kopfschmerzen bis hin zu Depressionen. Bei einer langfristigen und übermäßigen Zufuhr kann sich Calcium in Herz, Lunge, Nieren und den Gefäßen ablagern.


Ab 5.000 IE täglich Vitamin K2 dazu nehmen

Höhere Dosierungen von Vitamin D sollten von der gleichzeitigen Einnahme von Vitamin K2 (Menachinon) begleitet sein. Pro 5.000 IE Vitamin D3 empiehlt sich die Einnahme von 50 bis 100 µg Vitamin K2. Menachinon verhindert, dass sich zu viel Calcium im Blut ansammelt und verbessert stattdessen die Einlagerung von Calcium in den Knochen. Somit kann Vitamin K2 der einer Calciumüberladung im Blut bei höher dosierter Vitamin D-Einnahme entgegenwirken.

Auch die ergänzende Einnahme von Magnesium und Vitamin A (Retinol) erscheinen sinnvoll. Magnesium hilft den Calcium-Stoffwechsel zu regulieren. Vitamin A wird benötigt, damit Vitamin D an den VDR-Rezeptoren (Vitamin-D-Rezeptoren) der Zellen wirken kann.

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