Vitamin C – der Alleskönner

0
347
Vitamin-C-Ascorbinsäure-Antioxidans-Immunsystem-Entgiftung

Das wasserlösliche Vitamin C wird auch Ascorbinsäure genannt und gehört wohl zu den bekanntesten Vitaminen. Vitamin C spielt bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen eine wichtige Rolle. Unter anderem ist es am Aufbau von Bindegewebe und an der Hormonbildung beteiligt. Da das Vitamin vom Körper nicht selbst hergestellt und schlecht gespeichert werden kann, muss es in einer ausreichenden Menge über die Nahrung zugeführt werden. Bei einem dauerhaften Mangel an Vitamin C kann es zu Skorbut, einer Vitaminmangelkrankheit kommen.

Vitamin C ist ein Antioxidans und wichtiger Radikalfänger. Aggressive freie Radikale können von dem wasserlöslichen Vitamin ausgeschaltet und der Körper so vor einem Schaden geschützt werden. Es hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem. Zudem sorgt es für eine ausreichende Aufnahme und die Verwertung von Eisen aus der Nahrung. Dank der positiven Wirkung auf das Bindegewebe, ist Ascorbinsäure auch für die Wundheilung und für die Neubildung von Knochen und Knorpel sehr wichtig. Gute Vitamin C Lieferanten sind frisches Obst und Gemüse. Der normale Bedarf lässt sich in der Regel problemlos durch eine ausgewogene Ernährung decken. Besonders reich an Vitamin C ist die Acerolakirsche.


Vitamin C als Antioxidans

Als Antioxidans ist Vitamin C in der Lage, den Körper vor oxidativem Stress zu schützen. Es kommt im Blut, anderen Körperflüssigkeiten und in den Zellen vor. Dort ist es in der Lage zu oxidieren und schützt damit die Zellen, aber auch andere Vitamine wie Vitamin E, vor einer Oxidation mit freien Radikalen. Ascorbinsäure fängt diese freien Radikale direkt im Gehirn, im Blut sowie den Körperzellen ab und inaktiviert diese.


Vitamin C gegen zu hohen Cholesterinspiegel

Vitamin C spielt ebenfalls eine große Rolle beim Abbau von Cholesterin. Cholesterin, eine fettähnliche Substanz, gehört zur Gruppe der Sterine. Sterine gehören zu den Lipiden und diese wiederum zu den Fetten. Auch wenn oft die Rede von einem zu hohen Cholesterinspiegel ist, übernimmt das Cholesterin viele wichtige Aufgaben im Körper. Eingeteilt wird es in HDL (“gutes Cholesterin”) und LDL (“potentiell schädliches Cholesterin”). Beide Formen werden gebraucht. Für einen gesunden Cholesterinspiegel ist jedoch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen HDL und LDL wichtig.

Ascorbinsäure ist in der Lage, den Abbau von Cholesterin in Gallensäure zu fördern und erhöht somit den Anteil von gesundem Cholesterin im Blut. Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung schützt es die Gefäße und beugt Ablagerungen vor. Wird dem Körper Vitamin C nicht in ausreichender Menge zugeführt, kann es dem entsprechend zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels kommen.


Mit Vitamin C die Leber entgiften

Als wasserlösliches Antioxidans zeigt das Vitamin auch in der Leber seine Wirkung. Hierbei wird in erster Linie das Enzymsystem der Leber angeregt. Das stimulierte Enzymsystem ist in der Lage das Blut zu entgiften, sodass nicht nur giftige Umweltchemikalien wie zum Beispiel Schwermetalle, sondern auch Medikamentenrückstände ausgeschieden werden können. Toxine werden vom Darm aufgenommen und in der Regel in der Leber entgiftet. Tritt die Vergiftung schleichend auf, können die Stoffe von der Leber im Laufe der Zeit nicht mehr entgiftet werden. Die Folge: eine Überschwemmung des Körpers. Auch beim Detoxen (der Entgiftung) spielt die antioxidative Wirkung des wasserlöslichen Vitamins eine wichtige Rolle. Es ist ein natürlicher Schadstoffentsorger, der Schadstoffe binden, sammeln und entsorgen kann.

Vitamin-C-Calciumascorbat-Health-Gesundheitsplus-1

Vitamin C für gesundes Bindegewebe

Vitamin C ist wichtig für das Bindegewebe (das Fasziengewebe), da es eine kräftigende Wirkung hat. Positiven Einfluss nimmt das wasserlösliche Vitamin auf die Haut, Sehnen, Bänder und die Blutgefäße. Zudem sorgt es für feste und gesunde Zähne und Knochen. Da Narbengewebe auch aus Kollagen besteht, ist Vitamin C ebenfalls für die Wundheilung sehr wichtig. Bei der Produktion von Kollagen fungiert es als Coenzym und arbeitet mit dem Spurenelement Eisen zusammen. Lysin und Prolin, zwei Aminosäuren, werden von dem Vitamin so vorbereitet, dass sie sich in die kollagenen Fasern einlagern können. Dort werden die einzelnen Fasern schließlich zu Bindegewebe. Bei einem Mangel an Ascorbinsäure wird das Bindegewebe geschwächt.


Vitamin C hemmt die Bildung von schädlichen Nitrosaminen

Vitamin C kann die Bildung von Nitrosaminen hemmen. Bei Nitrosaminen handelt es sich um krebserregende Stoffe, die überwiegend aus Nitrit bestehen. Krebsauslösende Nitrosamine befinden sich unter anderem in Tabakrauch oder in Fleisch- und Wurstkonserven.


Histaminspiegel und Vitamin C

Histamin ist ein Gewebehormon und Botenstoff. Der Stoff ist an vielen Prozessen beteiligt und spielt bei Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle. Histamin wird im Körper aus der Aminosäure Histidin gebildet. Histamin verengt die zentralen und erweitert die peripheren Blutgefäße. Es verengt die Atemwege, zieht die Muskulatur von Darm und Gebärmutter zusammen und reguliert unter anderem die Körpertemperatur. Histamin wird in Körperzellen gespeichert und bei bestimmten Auslösern schlagartig freigesetzt. Ist das der Fall, kommt es zu einem erhöhten Histaminspiegel. Dieser kann Allergien, Atemprobleme oder andere Krankheiten auslösen und negativ beeinflussen. Da Vitamin C den Histaminspiegel kontrolliert, kann ein Mangel des Vitamins zu einem erhöhten Histaminspiegel führen.


Gestörter Vitamin C Haushalt

Es gibt verschieden Ursachen, die den Vitamin C Haushalt stören können. Ältere Menschen haben oft zu wenig Ascorbinsäure im Blut. Dieser Mangel tritt besonders häufig in Kombination mit chronischen Krankheiten auf. Stress, Fieber, Operationen oder ein zu hoher Konsum von Alkohol können ebenfalls Auslöser eines Mangels sein.

Einen erhöhten Bedarf haben zudem Schwangere und Raucher. Auch während der Wachstumsphase kann sich schnell eine Unterversorgung mit dem wasserlöslichen Vitamin einstellen. Regelmäßige Medikamenteneinnahmen beeinflussen den Vitamin C Haushalt ebenfalls.


Supplementierung

Die tägliche Zufuhr an Vitamin C beträgt den allgemeinen Empfehlungen nach 95-110 mg täglich. Im therapeutischen Bereich werden 50-18.000 mg, also bis zu 18 Gramm am Tag, verabreicht. Die orale Einnahme übersteigt dabei selten 3 g am Tag. Höher dosierte Vitamin C Gaben werden meist in Form einer intravenösen Infusion gegeben. Im Rahmen der orthomolekularen Medizin werden solch hohe Dosen zur Immunregulation und in der komplementären Krebstherapie eingesetzt.

Der wirkliche Bedarf ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig und kann zum Beispiel durch Stress deutlich erhöht sein. Hohe Dosen Ascorbinsäure im Grammbereich können allein durch pflanzlich gebundenes Vitamin C kaum erreicht werden. Damit die isoliert gegebene hochdosierte Ascorbinsäure jedoch gut verstoffwechselt werden kann, ist die kombinierte Einnahme von sekundären Pflanzenstoffen zu empfehlen. Die Ascorbinsäure kann hierzu beispielsweise mit einem Zitrusfruchtsaft gemischt getrunken werden. Oft wird Ascorbinsäure auch durch eine Mineralstoffbindung “gepuffert”. Als Magnesiumascorbat oder Calciumascorbat ist es so schonender für den Magen.

Werden dem Körper 300 mg des Vitamins zugeführt, kann er über 90 % davon absorbieren. Bei höheren Dosierungen sinkt die Quote, sodass es sich empfiehlt, die tägliche Vitaminmenge auf mehrere kleine Dosen zu verteilen.

HINTERLASSE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here