Glutenfreie Ernährung — King Achtsamkeit tischt auf

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Glutenfreie-Ernahrung

Milch, Eier, Kartoffeln, Reis, Fleisch, Fisch, Gemüse und allem voran Obst. Wenn nahezu ausschließlich diese Lebensmittel auf den Tisch kommen, ernähren wir uns bewusst glutenfrei. Warum wir das machen, kann viele Gründe haben. So leiden zum Beispiel manche Menschen unter einer Zöliakie, auch Sprue genannt oder unter einer „nicht-zöliakischen Glutensensivität“. Beide Formen haben eins gemein: der Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln – wie etwa Nudeln oder Brot – kann starke Verdauungsprobleme hervorrufen und das Leben der Betroffenen nachhaltig einschränken.

Aber auch diätetische Maßnahmen aufgrund starken Übergewichts oder verschiedene Stoffwechselprobleme rufen eine glutenfreie Ernährung auf den Plan, welche zu einem regelrechten Ernährungstrend geworden ist.


Glutenfreie Ernährung — Kleber, Gluten und unsere Gesundheit

Allein in deutschen Landen ist etwa ein Mensch von etwa 270 bis 500 Menschen Opfer der Glutenunverträglichkeit und sage und schreibe jeder zweite deutsche Bürger kämpft mit Übergewicht. Beide Tatsachen gehen mehr oder weniger auf das Konto eines bestimmten Stoffgemisches aus Proteinen, welches im Samen bestimmter Getreidearten vorzufinden ist. Die Rede ist dann von Gluten oder Klebereiweiß.

Oft werden Kleber und Gluten in einem Atemzug genannt. Jedoch sollten wir den Unterschied kennen, denn das Wort „Kleber“ bezeichnet  ein Gemisch aus Lipiden, Proteinen und Kohlenhydraten, welches als Überbleibsel nach dem Austreiben bzw. Ausspülen der löslichen Bestandteile und Stärke aus dem angerührten Teig hervorgeht. Gluten hingegen ist für die Entstehung der gummiartigen Masse (Teig) verantwortlich. Ähnlich, aber eben doch nicht gleich, was eine gewisse Differenzierung erforderlich macht.

Die Glutenallergie wird weniger einer klassischen Nahrungsmittelallergie als einer Autoimmunkrankheit zugeordnet. Hier bildet der menschliche Körper nicht nur Antikörper gegen das Getreideeiweiß, sondern gerade auch gegen das körpereigene Gewebe, was wiederum zur Zerstörung des natürlichen Aufbaus der Dünndarmschleimhaut führt. Darauf aufbauend wird die wichtige Nährstoffaufnahme über die Schleimhaut blockiert. Mangelerscheinungen und das typische Bild der Glutenallergie werden sichtbar. So kann nach dem Genuss von glutenhaltiger Nahrung ein regelrechter „Verneblungszustand“ (Brain Fog) auftreten.

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Glutenfreie Kost — Konsequente Ernährungsumstellung und Low-Carb-Diät

Ohne Ernährungsumstellung laufen Betroffene Gefahr, an Kalzium-Mangel, Osteoporose, Typ-1-Diabetes, Migräne, Gelenkentzündungen oder Epilepsie zu erkranken.

Wird eine handfeste Glutenallergie diagnostiziert oder schlägt der Ernährungsberater eine glutenfreie Ernährung aufgrund gewichtiger Gründe vor, ist es Zeit „rein Speisekammer“  zu machen. Hilfreich für einen geplanten Ernährungsumstieg sind neben einer neu zu erstellenden Speisekarte, sowie einer Liste der „verbotenen“ Lebensmittel, auch das passende (Diät-) Ernährungsprogramm. Glutenfreie Kost lässt sich wunderbar mit einer Low-Carb-Diät kombinieren, aber auch die Paleo-Diät (“Steinzeitdiät”) ist von Hause aus glutenfrei. Absolut tabu sind: Getreidearten wie zum Beispiel Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, Urkornarten sowie Einkorn. Wer erfolgreich Gewicht verlieren oder sich nachhaltig von glutenbedingten Beschwerden befreien möchte, der sollte diese glutenhaltigen Getreide  meiden. Wer nicht abnehmen und auch keine Low-Carb-Diät machen möchte, der wird vermehrt auf Kohlenhydrate in Form von Reis, Kartoffeln, Mais und Buchweizen zurückgreifen. Glutenfreie Brotsorten werden immer leckerer, auch wenn sie bisher nur in wenigen Bäckereien frisch zu haben sind. 


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Abnehmen mit glutenfreier Kost

Eine glutenfreie Low-Carb-Diät kann für einen verbesserten Stoffwechsel, eine damit verbundene Gewichtsreduktion und zu einem besseren Körpergefühl führen. Für eine erfolgversprechende Gewichtsabnahme reicht es jedoch nicht nur die Einhaltung der glutenfreien Kost zu berücksichtigen. So sollte man die weggelassenen Kohlenhydrate zum Beispiel nicht durch Süßigkeiten ersetzen. Eine Ernährungsumstellung bedeutet auch immer einen inneren Wandel. „Die Seele ist mit“ — heißt es. Und so sollten wir es an gutem Geschmack nicht zu kurz kommen lassen. Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und ein emotionsgeladenes Essen wird uns langfristig zum Erfolg bringen. Auch das achtsame Zubereiten der neuen Kost trägt dazu bei.  So sollten wir das “Fast-food” Brot mit Käse oder Schinken durch das “Slow-food” der selbstgekochten und zubereiteten Speisen eintauschen.


Falsche Ernährungsmuster ade — Glutenfreie Ernährung und ihre Wirkung

Die kohlenhydratarme Diät machte bereits im 19. Jahrhundert von sich reden. So war es der Engländer William Banting, welcher von einer sehr fleischbetonten Kost, die ihm sein Arzt ans Herz legte, in seinem Werk „Letter on Corpulence“ (übersetzt in viele Sprachen) stolz berichtete. Immerhin verlor Banting innerhalb eines Jahres ganze 23 kg Körpergewicht. Erweiterungen und Vertiefungen und Auswertungen folgten. In den 1970er Jahren blühte die Low-Carb-Diät erneut auf. Robert Atkins (ein amerikanischer Arzt) studierte alle vorhandenen Forschungen aus den 1950er Jahren und verlieh ihnen ein neues Gesicht.

Ziel der Low-Carb-Diät und somit auch der glutenfreien Low-Carb-Ernährung ist es, den Körper anzuweisen, seine eigenen Fettreserven als Energielieferant zu nutzen. Reduzieren wir die Kohlenhydrate in unserer Ernährung, dann balancieren wir damit automatisch unseren Insulin- und Blutzuckerspiegel. Heißhungerattacken bleiben folglich aus und es fällt uns leichter unsere Ernährungsziele umzusetzen. Dieser Vorgang führt schließlich zu beabsichtigten Gewichtsreduktion.


Mehr Energie durch glutenfreie Kost

Gerade für Allergiker und Glutensenitive kann der Wechsel zu glutenfreier oder wenigstens glutenarmer Kost ein wahrer Segen sein. Plötzlich fühlen wir uns energiegeladener, unbelastet, frischer und dürfen vielleicht an vielen Stellen unseres Körpers eine deutliche Verbesserung verspüren. Hat unser Immunsystem zuvor mit der Reaktion auf Gluten zu kämpfen gehabt, so wird nun mehr Energie frei für wichtige Stoffwechselfunktionen.

Dies ist vor allem für sporttreibende Personen ein großes Plus. Hatten diese unter Umständen über Monate und Jahre wegen einer verdeckten Glutenunverträglichkeit Leistungseinbußen, so kann die frei gewordene Energie nun wieder für sportliche Höchstleistungen genutzt werden.


Resumée:

Gesundheit und ein gutes Körpergefühl sind Geschenke, welche wir stets achten und wertschätzen sollten. Für die konstante Aufrechterhaltung dieser beiden Schätze können wir selbst einiges tun. Wer achtsam mit seinem Körper umgeht, mit ihm kommuniziert, erkennt bestimmte Warnsignale schneller und besser. Hinter unklaren Beschwerden wie zum Beispiel Verdauungsproblemen, Verneblungsgefühl etc. kann sich manchmal eine Glutenunverträglichkeit verbergen. Mit einer gezielten Ernährungsumstellung erlangen wir nicht nur unsere Gesundheit wieder zurück, sondern gewinnen wohlmöglich ein gutes Stück neue Energie hinzu.

 

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